Upcycling-Love: Neue Linkparty und der #greendiyalong

Linkparty Upcycling-Love

(Mit Werbung wegen Verlinkungen)

Vielleicht habt ihr schon etwas von der aktuellen Blogtour – dem #greendiyalong – mitbekommen? Seit letzer Woche geht es in der Blogtour um nachhaltige DIY-Projekte, und ich widme mich im Rahmen der Tour dem Thema Upcycling.

Neue Linkparty: Upcycling-Love

Damit auch ihr aktiv teilnehmen könnt und auch in Zukunft eure nachhaltigen Upcycling-Projekte zeigen könnt und gleichzeitig neue Inspirationen bekommt, wird es ab sofort bei mir jeden Monat eine Upcycling-Linkparty geben. Offen für Blogs, Facebook- oder Instagramseiten.

Weiter unten bekommt ihr noch mehr Infos zur Linkparty und dort könnt ihr euch auch direkt verlinken:

Mit Upcycling hat tatsächlich meine Nähleidenschaft begonnen. Da ich zu Beginn meiner Nähzeit gar keine Stoffe zu Hause hatte, habe ich einfach alte Kleidung und alte Bettwäsche zerschnibbelt ... auch später habe ich immer wieder gerne Upcycling betrieben, auch wenn mein Stoffvorat langsam aber sicher angestiegen ist.

Und so hatte ich große Lust, nun im Rahmen des #greendiyalong euch ein paar Tipps und Tricks zum Thema Upcycling zu geben. Außerdem möchte ich euch ein paar meiner Upcycling-Werke zeigen, die im Laufe der Zeit entstanden sind – sowie einige Upcycling-Projekte, die meine Probenäher im Rahmen des letzten Probenähens angefertigt haben. Vielleicht bekommt ihr so auch Inspirationen für eigene Upcycling-Projekte.

Upcycling – was bedeutet das eigentlich? Es bedeutet, dass man alte Produkte weiterverarbeitet und dabei aufwertet (up) nicht abwertet (wie es häufig bei normalem Recycling der Fall ist). Wenn ich also aus einer alten zerschlissenen Jeans eine schicke neue Kinderhose mache, ist das definitiv Upcycling!

Und da sind wir auch schon bei meinen liebsten Upcycling-Projekten: Jeans. Ich liebe es, aus alten Jeans neue Kinderhosen oder -röcke, oder auch Accessoires, wie kleine Täschchen etc. anzufertigen. Fast alle Jeans der Tochter sind Upcycling-Projekte. Ich lasse mir immer alte Hosen aus der Verwandschaft mitbringen (gerade Männerjeans bieten nochmal etwas mehr Stoff als schmale Damenjeans) und habe so einen kleinen Vorrat an alten Jeans. Die meisten sind an den Knien zerrissen oder fast durch, da muss ich also die Kniepartie auslassen oder vorab flicken.

Bei Hosen hat man grundsätzlich ja immer die Möglichkeit, Taschen und Hosenbund mitzuverwerten oder nur den reinen Stoff zu verwerten. Auch ist es möglich, die Gesäßtaschen abzutrennen und an anderer Stelle der abgewandelt wieder aufzunähen. Da sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt.

Hier habe ich beispielsweise einmal bei einem Rock für die Tochter (ohne Schnittmuster) Bund und Gesäßtaschen beibehalten.

Getragen sah es dann so aus (auf den Fotos war der Rock noch etwas zum Reinwachsen):

Bei der Hose (Wilde Möhre, noch entstanden im Probenähen) habe ich hingegen nur den Stoff verwendet und mit rechter und linker Stoffseite gearbeitet für ein paar Akzente.

Ein paar weitere meiner Upcyclingprojekte findet ihr hier (und das ist längst nicht Alles):

Auch meine Probenäher haben im Probenähen zur Wilden Möhre viel Upcycling betrieben:

Hier z.B. Daniela von Heiter & Wolkig, die auch die Gesäßtaschen und Gürtelschlaufen zum Teil weiterverwendet hat:

Eva von eveloveswool hat ebenfalls eine Upcycling Wilde Möhre genäht. Sie hat die Vordertaschen erhalten, die original Gesäßtaschen aber nicht verwendet:

Nicole von Die Rose hat besonders viele Teile der original Jeans erhalten: Bund, Vordertaschen und Gesäßtaschen. Die Gesäßtaschen sind so natürlich etwas größer als im Original.

Sabine von Freulein Schnitt hat mit einer Stretch-Jeans Upcycling betrieben und eine Wilde Möhre nach der Sweat-Schnittversion genäht. Fake–Knopfleiste und Taschen hat sie erhalten und oben hat sie einfach ein ganz normales Bündchen angenäht.

Doch nicht nur mit Hosen, auch mit Hemden, T-Shirts und Kleidern lassen sich wunderbare Upcycling-Projekte gestalten:

Hier hat Celina von Goldwaendlerin aus einem alten Hemd eine Holunder-Bluse für ihre Tochter genäht:

Auch Anna von Little Miss Bees hat aus einem alten Hemd – hier ein Flanell-Hemd – eine Holunderbluse gezaubert. Beide haben jeweils nur den Stoff verwendet und keine Details wie Knopfleiste, Manschetten etc.

Auch für Jungs funktioniert es gut, aus alten Hemden neue Hemden zu machen. Judith von Schlottis neue Kleider hat das ebenfalls mit dem Schnitt Holunder ausprobiert. Für beide Hemden hat sie alte Männerhemden verwendet.

Auch ein Upcycling Mädesüß hat Judith genäht, kombiniert mit einer Upcycling Shorts. Hier hat sie die original Knopfleiste als Designelement erhalten:

Elegant kann Upcycling auch schonmal sein. Andrea von Saloletti hat z.B. aus zwei ihrer alten hübschen Kleider, ein neues für die Tochter genäht. Für das Kleidoberteil hat sie das Freebook Immergrün verwendet:

An ein weiteres ganz besonderes Upcycling-Projekt hat sich Katrin von PauHanna näht gewagt. Sie hat aus mehreren alten Jeans eine Pinio-Jacke für ihre Tochter genäht. Besonders auffällig ist die Kapuze mit all den originalen Jeans-Elementen. Doch auch am Rest der Jacke finden sich mehrere originale Jeansnähte und -elemente.

Vielleicht konnten dich die Bilder und Ideen inspirieren?

Im folgenden habe ich noch ein paar allgemeine Tipps für nachhaltiges Upcycling.

Ein paar allgemeine Tipps zum Upcycling

1. Ist der Stoff noch gut genug erhalten für eine Weiterverarbeitung?

Kleinere Löcher oder Flecken sind egal, auch ein abgenutzer Saum. Um solche fehlerhaften Stellen kann man beim Upcycling ja gut herumschneiden oder man überdeckt sie mit Applikationen oder Patches. Aber wenn ein Kleidungsstück schon sehr viel getragen und gewaschen wurde, dann ist der Stoff eventuell schon so dünn geworden, dass nicht mehr viel fehlt, bis er überall reißt und löcherig wird. Diese Erfahrung habe ich schon einmal gemacht und es war doch schade um die viele Arbeit, die ich in das Upcycling-Projekt gesteckt hatte. Denn das fertige Kleidungsstück bekam schon nach dem ersten Tragen an mehreren Nähten Löcher. Kontrolliere also deinen Stoff gut. Er sollte sich nicht zu dünn und abgetragen anfühlen.

2. Hat das alte Kleidungsstück genügend »freie« Stoffflächen fürs Upcycling?

Reine Teilungsnähte oder Knopfleisten geben oft schöne Effekte, nicht so gut fürs Upcycling gebrauchen kann man aber formgebende Nähte (z.B. Wiener Nähte) bei Kleidern, Blazern oder Jacken. Wenn zu viele solcher Nähte in einem Klediungsstück vorhanden sind, ist es unheimlich schwer, ein geeignetes Upcycling-Projekt für solch ein Kleidungsstück zu finden. Meine persönlichen Lieblings-Upcycling-Kleidungsstücke sind Hosen (am besten weite Männerhosen), Nachthemden, Shirts ohne Unterteilungen, Pullover, Hemden oder Blusen, alte Tischdecken oder Bettwäsche.

3. Sei mutig und probiere einfach mal etwas aus!

Wenn man Upcycling betreibt, muss man oft improvisieren und kann Schnittmuster nicht eins zu eins nach Anleitung nähen. Vielleicht musst du Teilungsnähte hinzufügen oder Teile gegen den Fadenlauf zuschneiden. Vielleicht kannst du auch Knopfleisten, fertigen Saum oder Taschen des alten Kleidungsstückes weiterverwenden. Sei einfach kreativ und hab keine Scheu, Schnittmuster ans Upcycling-Projekt anzupassen. Denn all dies macht das Kleidungsstück ja noch indivdueller!

4. Ist das Kleidungsstück noch sehr wenig getragen und rundum gut erhalten und könnte jemand anderem gefallen?

Wenn das Kleidungsstück an sich noch einwandfrei und modisch ist, dir nur nicht mehr gefällt, dann überlege doch, es zu verschenken oder Second Hand zu verkaufen, das ist dann definitiv noch nachhaltiger als es zu zerschnippeln. Denn da bleiben ja immer auch noch ungenutze Reststücke übrig.

Du suchst nach weiteren Ideen für Upcycling?

Bei Handmadekultur findest du viele Ideen inklusive Anleitung:

Ideen für Jeans-Upcycling

Bei Lillesol und Pelle gibt es ein einfaches Tutorial, wie man aus einer zu kurz gewordenen Jeans einen süßen Stufenrock machen kann:

Tutorial Jeans-Recycling von Lillesol & Pelle

Auch bei DIY Mode findest du jede Menge Ideen für Upcyclingprojekte – zum Nähen und Basteln:

100 Upcycling Ideen

Blogtour #greendiyalong

Im Rahmen der von Näh-Connection organisierten Blogtour zum Thema #greendiyalong findest du auch noch weitere tolle Ideen für nachhaltige Näh- und DIY-Projekte:

 

Und nun zur Upcycling-Love Linkparty:

Hast du nun selber Lust bekommen auf Upcycling? Du liebst Upcycling genauso und verwertest öfter alte Kleidungsstücke oder alte Materialien? Dir ist nachhaltiges Nähen oder Werkeln wichtig? Dann verlinke deinen Beitrag doch bei meiner neuen Linkparty und inspiriere auf diese Weise andere DIY-Fans.

Linkparty-Regeln:

  1. Du darfst alle Upcyclingprojekte verlinken – also alles, was selbstgemacht ist, und was du aus alten Kleidern oder Gebrauchsgegenständen hergestellt hast – egal ob genäht, gestrickt oder gewerkelt. In deinem verlinkten Beitrag sollte  immer erkennbar sein, dass es sich um Upcycling handelt.
  2. Über einen Backlink freue ich mich: https://www.firlefanz-schnittmuster.de/blog (gerne darfst du auch das Upcycling-Love Bild weiterverwenden und damit Werbung für die neue Linkparty machen).
  3. Jeden Monat gibt es eine neue Linkparty. Du darfst aber gerne auch mal ältere Beiträge verlinken, wenn du diese vorher noch nicht verlinkt hast.
  4. Linkpartys machen bekanntlich dann am meisten Spaß, wenn man sich auch die anderen Beiträge anschaut und hier und dort mal einen netten Kommentar hinterlässt. Ich würde mich sehr freuen, wenn hier ein netter Austausch über Upcycling-Projekte entstehen würde.

Und nun viel Freude beim Verlinken!

You are invited to the Inlinkz link party!

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  • Melle am

    Hey! Vielen Dank für die Anregungen. Ich werde dann mal meine Leinenumstandsjeans zu Brotbeuteln verarbeiten. Zu Fasching hab ich eine alte Bootcut Cordhose meiner Mama zu einem Indianerkleid für meine Tochter upgecycled… Ich taste mich langsam heran und habe schon 3 blaue Säcke der Verwandschaft hier stehen! Danke❤

  • Kristina | Firlefanz am

    @Melle Danke für deinen Kommentar! Ich bekomme auch ständig ausrangierte Kleidung von der Verwandschaft – das ist glatt wie so eine Art Stoffvorat. Indianerkleid aus alter Cordhose klingt cool! LG Kristina

  • Iggy am

    Hallo Kristina!
    Sehr schön, dass du jetzt eine Upcycling-Linkparty ins Leben gerufen hast!
    Bei mir ist der größte Teil des Stoffvorrats aus abgelegter Kleidung. Ich freue mich immer, wenn ich so aus alten Teilen neue Kleidung nähen kann!
    Auch deine Anregungen zum Vorgehen sind super!
    Ich finde auch den finanziellen Aspekt des Upcycelns nicht zu verachten. Gerade bei Woll-Kleidung spare ich so eine ganze Menge Geld!
    Lg Iggy


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